Informationen

Das MIRA-10 ist ein vertikal blickendes X-Band Radar für die Bestimmung von hochwertigen Dopplerspektren von flüssigen oder gefrorenen Niederschlagsteilchen. Es verwendet einen „solid state“ Verstärker für den Sendebetrieb und kann entweder im „pulse-“ oder „pulse compression mode“ betrieben werden. Die Betriebsarten können durch den Nutzer entsprechend der erforderlichen Messempfindlichkeit, Entfernungsauflösung und niedrigsten Messhöhe gewählt werden.

Im gepulsten Betrieb kann die Pulslänge von 100 … 400 ns variiert werden, entsprechend einer Entfernungsauflösung von 15 … 60 m. Im Pulskompressionsbetrieb sind längere Pulsfolgen aufgrund einer Frequenzkodierung möglich. Damit wird die Messempfindlichkeit erhöht, ohne dass ein Verlust in der Entfernungsauflösung entsteht. Für die Erzeugung der frequenzmodulierten Sendeimpulse wird im MIRA-10 ein „Direct Digital Synthesizer“ (DDS) verwendet.

Die wichtigsten Spezifikationen des MIRA-10 lauten:

  • Max. Sendeleistung (Peak): 800 W
  • Max. Sendeleistung (Mittel): 40 W
  • Anzahl der Messentfernungen: 800
  • Signalfrequenz: 9.2 … 9.6 GHz
  • Antennendurchmesser: 2.4 m

Aufgrund der hohen Systemempfindlichkeit eignen sich die Wolkenradare MIRA-10 und MIRA-35 und deren kompakte Variante MIRA-35C zum vollständigen Profiling aller Wolkentypen der Troposphäre bis in Höhen von 15 km einschließlich dünner Nebelschichten und arktischer Cirrus-Wolken.